Newsletter Finanzielle Eigenstaendigkeit II

Frau analysiert Finanzunterlagen und Diagramme am Schreibtisch mit Laptop und Notizen – Financipation Club

Jede von uns macht sie … diese Fehler sind entscheidend!

Stell dir diese Fragen und wenn du alle mit „Ja“ beantwortest, bist du perfekt abgesichert!

1. Partner weg – Geld weg
Ein gemeinsames Konto ist praktisch. Aber es ist kein Sicherheitsnetz. Im Ernstfall – ob Trennung, Todesfall oder plötzliche Handlungsunfähigkeit des Partners – können gemeinsame Konten blockiert oder eingefroren werden.
Ein eigenes Konto mit eigenem Geldfluss ist keine Absage an die Partnerschaft. Es ist deine persönliche Grundlage.
Dasselbe gilt für Vermögen: Schon kleine monatliche Sparpläne, zum Beispiel in einen ETF-Sparplan, bauen Schritt für Schritt etwas auf, das wirklich dir gehört. Nicht dem gemeinsamen „Wir-Gefühl“, sondern dir. Rechtlich. Nachweisbar.

Frag dich: Gibt es Ersparnisse oder Vermögenswerte, die auf meinen Namen laufen?

2. Typisch Frau – du sorgst für andere und was ist mit deiner Vorsorge?
Teilzeit wegen der Kinder. Eine Berufspause. Jahre der Pflege. All das hinterlässt Spuren, nicht im Alltag, aber in der Rentenbiografie. Frauen erhalten in Deutschland im Schnitt deutlich weniger Rente als Männer. Nicht weil sie weniger wert sind, sondern weil ihre Lebensrealität im System kaum abgebildet ist.
Wann hast du zuletzt deinen Rentenbescheid gelesen? Weißt du, wie viel du aktuell zu erwarten hast, für dich allein? Wer das früh prüft, kann gegensteuern. Wer es verdrängt, merkt es vielleicht erst mit 60.
Frag dich: Reicht meine aktuelle Vorsorge, wenn ich sie nur für mich berechne?

3. Pausen kosten Geld
Eine Berufspause fühlt sich oft temporär an. Aber ihre Folgen sind es nicht. Wer einige Jahre aus dem Beruf aussteigt, verliert nicht nur Gehalt, sondern auch Rentenansprüche, Karriereschritte, Netzwerke und manchmal das Verhandlungsgeschick für das eigene Gehalt.
Das ist keine Warnung gegen Pausen. Manchmal sind sie richtig und wichtig. Aber sie sollten eine bewusste Entscheidung mit offenen Augen sein, nicht mit der stillen Hoffnung, dass sich das später schon ausgleicht.
Ein konkreter Schutz: Zahle während einer Pause freiwillige Rentenbeiträge ein, entweder selbst oder als Teil einer fairen Vereinbarung mit dem Partner.

Frag dich:
Habe ich meine letzte oder geplante Berufspause finanziell wirklich durchgerechnet?

4.Wer handelt, wenn du es nicht kannst – Vollmachten
Was passiert, wenn dein Partner plötzlich einen Unfall hat, ins Krankenhaus kommt, nicht mehr entscheidungsfähig ist? Darfst du dann auf seine Konten zugreifen? Verträge kündigen? Behördengänge erledigen?

Ohne Vollmacht: nein.

Eine Bankvollmacht, eine Vorsorgevollmacht, das klingt vielleicht nach Bürokratie. Es ist aber das Fundament dafür, dass du im Ernstfall handlungsfähig bleibst. Und natürlich gilt das auch andersherum: Hat dein Partner eine Vollmacht für deine Konten, falls dir etwas passiert?

Frag dich: Gibt es geregelte Vollmachten für beide Seiten?

5. Mitgehangen – mitgefangen – mitversichert?
In der Krankenversicherung des Partners mitversichert. In der Haftpflicht mit drin. Das klingt nach Absicherung, ist aber manchmal eine trügerische Sicherheit. Denn „mitversichert“ heißt immer auch: abhängig. Ändert sich die Lebenssituation, ändert sich dein Schutz.
Besonders wichtig: eine eigene Berufsunfähigkeitsversicherung. Wer nicht mehr arbeiten kann, ist auf sich allein gestellt. Die Versicherung des Partners hilft dann oft nicht.

Frag dich: Welche Versicherungen laufen auf meinen Namen und welche würden wegfallen, wenn sich meine Lebenssituation ändert?

6. Digitales Zeitalter …. Kennst du die Passwörter deines Partners?
Online-Banking, Depot, Rentenportal, Steuer-App, vieles läuft heute digital. Aber: Weißt du, wo welche Zugänge sind? Kennst du die Passwörter? Weißt du überhaupt, welche Konten und Verträge es gibt?
Erschreckend viele Frauen antworten auf diese Fragen mit: „Das macht bei uns der Partner.“ Das ist praktisch, solange alles gut geht. Aber was, wenn nicht?
Ein gemeinsames, aktuelles Dokument mit allen wichtigen Zugängen, Verträgen und Ansprechpartnern ist keine Paranoia. Es ist Fürsorge für dich und füreinander.
Frag dich: Könnte ich heute, ohne Hilfe, auf alle relevanten Finanzkonten und Verträge zugreifen?

Frau sitzt in einem modernen Büro bei einem Beratungsgespräch, leicht zur Seite gedreht und aufmerksam im Gespräch – Financipation Club

Glückwunsch, wenn du alle 6 Punkte mit ja beantworten kannst – du hast den Durchblick!

  • Aber die wenigsten von uns können dies. Nutze die Punkte, um sie nacheinander anzugehen. Es lohnt sich!
  • Finanzielle Eigenständigkeit ist kein Projekt. Es ist eine Haltung, die im Alltag beginnt.
Mutter sitzt gestresst mit Kind am Tisch und versucht gleichzeitig am Laptop zu arbeiten – Financipation Club

Du weißt, warum finanzielle Eigenständigkeit wichtig ist – aber weißt du auch, wo du gerade stehst?

Im vergangenen Jahr haben wir in einem unserer Newsletter darüber gesprochen, dass finanzielle Eigenständigkeit nichts mit Misstrauen zu tun hat, sondern damit, auf eigenen Beinen zu stehen, egal was das Leben bringt. Heute gehen wir einen Schritt weiter. In diesem Newsletter geht es um das Wie und um ein paar blinde Flecken, die selbst gut informierte Frauen oft übersehen.

1. Eigene Konten und Vermögensaufbau – was wirklich auf deinem Namen steht
Ein gemeinsames Konto ist praktisch. Aber es ist kein Sicherheitsnetz. Im Ernstfall – ob Trennung, Todesfall oder plötzliche Handlungsunfähigkeit des Partners – können gemeinsame Konten blockiert oder eingefroren werden. Ein eigenes Konto mit eigenem Geldfluss ist keine Absage an die Partnerschaft. Es ist deine persönliche Grundlage. Dasselbe gilt für Vermögen: Schon kleine monatliche Sparpläne, zum Beispiel in einen ETF-Sparplan, bauen Schritt für Schritt etwas auf, das wirklich dir gehört. Nicht dem gemeinsamen „Wir-Gefühl“, sondern dir. Rechtlich. Nachweisbar.

Frag dich:
Gibt es Ersparnisse oder Vermögenswerte, die auf meinen Namen laufen?

2. Altersvorsorge – die Lücke, die niemand sieht, bis es zu spät ist
Teilzeit wegen der Kinder. Eine Berufspause. Jahre der Pflege. All das hinterlässt Spuren, nicht im Alltag, aber in der Rentenbiografie. Frauen erhalten in Deutschland im Schnitt deutlich weniger Rente als Männer. Nicht weil sie weniger wert sind, sondern weil ihre Lebensrealität im System kaum abgebildet ist. Wann hast du zuletzt deinen Rentenbescheid gelesen? Weißt du, wie viel du aktuell zu erwarten hast, für dich allein? Wer das früh prüft, kann gegensteuern. Wer es verdrängt, merkt es vielleicht erst mit 60.

Frag dich: Reicht meine aktuelle Vorsorge, wenn ich sie nur für mich berechne? 

3. Der Wiedereinstieg – was eine Berufspause wirklich kostet
Eine Berufspause fühlt sich oft temporär an. Aber ihre Folgen sind es nicht. Wer einige Jahre aus dem Beruf aussteigt, verliert nicht nur Gehalt, sondern auch Rentenansprüche, Karriereschritte, Netzwerke und manchmal das Verhandlungsgeschick für das eigene Gehalt. Das ist keine Warnung gegen Pausen. Manchmal sind sie richtig und wichtig. Aber sie sollten eine bewusste Entscheidung sein mit offenen Augen, nicht mit der stillen Hoffnung, dass sich das später schon ausgleicht. Ein konkreter Schutz: Zahle während einer Pause freiwillige Rentenbeiträge ein, entweder selbst oder als Teil einer fairen Vereinbarung mit dem Partner.

Frag dich:
Habe ich meine letzte oder geplante Berufspause finanziell wirklich durchgerechnet? 

4. Vollmachten – wer handelt, wenn du es nicht kannst?
Was passiert, wenn dein Partner plötzlich einen Unfall hat, ins Krankenhaus kommt, nicht mehr entscheidungsfähig ist? Darfst du dann auf seine Konten zugreifen? Verträge kündigen? Behördengänge erledigen? Ohne Vollmacht: nein. Eine Bankvollmacht, eine Vorsorgevollmacht das klingt vielleicht nach Bürokratie. Es ist aber das Fundament dafür, dass du im Ernstfall handlungsfähig bleibst. Und natürlich gilt das auch andersherum: Hat dein Partner eine Vollmacht für deine Konten, falls dir etwas passiert?

Frag dich:
Gibt es geregelte Vollmachten für beide Seiten?

5. Versicherungen – mitversichert ist nicht dasselbe wie abgesichert
In der Krankenversicherung des Partners mitversichert. In der Haftpflicht mit drin. Das klingt nach Absicherung, ist aber manchmal eine trügerische Sicherheit. Denn „mitversichert“ heißt immer auch: abhängig. Ändert sich die Lebenssituation, ändert sich dein Schutz. Besonders wichtig: eine eigene Berufsunfähigkeitsversicherung. Wer nicht mehr arbeiten kann, ist auf sich allein gestellt. Die Versicherung des Partners hilft dann oft nicht.

Frag dich:
Welche Versicherungen laufen auf meinen Namen und welche würden wegfallen, wenn sich meine Lebenssituation ändert?

6. Digitale Finanzen – kommst du im Ernstfall an alles ran?
Online-Banking, Depot, Rentenportal, Steuer-App, vieles läuft heute digital. Aber: Weißt du, wo welche Zugänge sind? Kennst du die Passwörter? Weißt du überhaupt, welche Konten und Verträge es gibt? Erschreckend viele Frauen antworten auf diese Fragen mit: „Das macht bei uns der Partner.“ Das ist praktisch, solange alles gut geht. Aber was, wenn nicht? Ein gemeinsames, aktuelles Dokument mit allen wichtigen Zugängen, Verträgen und Ansprechpartnern ist keine Paranoia. Es ist Fürsorge für dich und füreinander.

Frag dich:
Könnte ich heute, ohne Hilfe, auf alle relevanten Finanzkonten und Verträge zugreifen?

Hand nutzt Tablet mit digitaler Darstellung von ETF-Investitionen und vernetzten Finanzdaten – Financipation Club

Was jetzt?

Du musst das nicht alles auf einmal angehen. Aber such dir heute einen Punkt aus und tu den ersten kleinen Schritt. Ruf deinen Rentenbescheid ab. Frag nach der Vollmacht. Schreib die wichtigsten Zugangsdaten auf. Finanzielle Eigenständigkeit ist kein Projekt. Es ist eine Haltung, die im Alltag beginnt.

Finanzielle Eigenständigkeit ist kein Projekt. Es ist eine Haltung, die im Alltag beginnt.

Quelle: finanzen.net

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