Gerade wenn man denkt, die Preise hätten sich endlich beruhigt, dreht die nächste Schlagzeile alles wieder auf Anfang. Der Ölpreis ist das Thema, das die Finanzwelt momentan in Atem hält und letztlich auch uns. Nach dem heftigen Anstieg von 70 auf rund 120 Dollar pro Barrel (Sorte Brent) schwankt der Ölpreis seit ca. 1 Monat. Eine Entspannung ist nicht in Sicht und je länger die geopolitische Lage angespannt bleibt, umso größer werden die Auswirkungen.
Der Knackpunkt liegt in der Straße von Hormus, einer ca. 50 Kilometer schmalen Meerenge zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Rund ein Viertel des weltweiten Ölbedarfs und ca. ein Fünftel des globalen Flüssiggasvolumens passieren diese Meerenge. Seit Wochen ist der Seeweg faktisch blockiert: Versicherungen haben ihre Prämien vervielfacht, die Transportkosten explodieren und es kursieren Berichte über Tausende Seeminen, die den Schiffsverkehr bedrohen könnten.
Das klingt vielleicht weit weg, betrifft uns aber direkt. Denn hohe Energiekosten führen nicht nur zu teurerem Tanken oder Heizen, auch Lebensmittel könnten teurer werden, weil viele Düngemittel-Rohstoffe über genau diese Route transportiert werden. Wenn dort nichts mehr ankommt, steigen am Ende die Preise im Supermarkt, vom Brot bis zur Tomate.
An der Börse schwankt die Stimmung genau zwischen Hoffnung und Sorge. Zwar sorgte Trumps optimistische bis faktenlose Aussage, der Krieg werde „bald gewonnen sein“, kurzfristig für steigende Kurse, doch echte Entspannung ist noch nicht in Sicht. Historisch gesehen dauern solche geopolitischen Krisen im Schnitt etwa drei Wochen, bevor sich die Märkte wieder fangen.
Bleibt also die Frage: Sind wir schon am Tiefpunkt oder wird es noch schlimmer? Sicher ist nur eines: Solange die Ölpreise und die Lage in der Straße von Hormus so unberechenbar bleiben, wird das Thema Wirtschaft weiter spannend bleiben.
Bis dahin heißt es: Ruhe bewahren. Gerade in Phasen fallender Kurse, nutzen große Investoren die Chance des günstigeren Einstiegs, um dann überproportional an der Erholung zu partizipieren. Das Motto lautet also: „Während andere im Gewitter ihr Dach festhalten, kaufen wir günstig ein neues Haus!“ Der ETF-Sparplan profitiert von diesem günstigeren Einkauf und wer Cash hat, kann prüfen, welche Unternehmen günstiger geworden sind, obwohl sie weniger von den Auswirkungen im Nahen Osten betroffen sind.
Ausgerechnet Donald Trump hilft uns dabei, positiv zu bleiben. Er ist der Präsident der Wall Street! Er agiert nicht wie ein Politiker, sondern vielmehr wie ein Investmentmanager. Warum? Seine Präsidentschaft wird gemessen an den Depots der Investoren und der privaten Altersvorsorge seiner Wähler und das sind bei den Amerikanern nun mal zum großen Teil Aktien. Er ist ein Mann der Börse und wird alles dafür tun, dass die Kurse oben bleiben und der US-Dollar nicht zu sehr aufwertet. Für uns Privatanleger bedeutet dies daher, dass die Objekte der Begierde günstiger werden und somit die Chancen endlich mal wieder besser werden.
Quelle: Financipation
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