Zeit ist Geld

Frau mit Sparschwein und Geldscheinen – Financipation Club

Die teuersten drei Wörter der Finanzwelt: „Ich warte noch.“

  • „Ich fange an, wenn ich mehr verdiene.“
  • „Ich investiere, wenn die Börse wieder runtergeht.“
  • „Ich muss mich erst einmal richtig informieren.“
  • „Ich warte noch.“
Kind mit Geldscheinen zum Thema Finanzen – Financipation Club

Kommt dir bekannt vor? Dann bist du damit ziemlich sicher nicht allein. Gerade beim Thema Geld haben wir Frauen eine erstaunliche Fähigkeit entwickelt: Wir finden immer einen guten Grund, noch ein bisschen zu warten. Und das Verrückte daran ist: Warten fühlt sich überhaupt nicht wie eine Entscheidung an. Ist es aber!

„Ich habe doch noch Zeit.“

Nehmen wir einmal an, du könntest jeden Monat 75 Euro zurücklegen. 75 Euro. Kein Vermögen. Kein Lottogewinn. Nicht einmal besonders spektakulär. Vielleicht verzichtest du dafür auf zwei Coffee-to-go und ein Essen außer Haus im Monat. Wenn du diese 75 Euro langfristig investierst und dabei beispielsweise durchschnittlich 6 % Rendite pro Jahr erzielst, können daraus über 30 Jahre rund 75.000 Euro werden. Nicht garantiert, denn Börsen schwanken, Renditen sind niemals sicher. Aber die Rechnung zeigt etwas Entscheidendes:

Du brauchst nicht unbedingt viel Geld. Du brauchst vor allem Zeit. Und genau die verschenken wir gerne. „Wenn ich erst einmal mehr verdiene …“ Das Problem mit „später“ ist: Später kommt selten allein. Heute sind es 50 Euro. Morgen sind es 100 Euro. Dann kommt die nächste Wohnung, das Auto, die Kinder, die Gehaltserhöhung, der Urlaub … Und plötzlich sind fünf oder zehn Jahre vergangen. Dabei hätte es vielleicht schon mit 50 Euro im Monat anfangen können.

Finanzplanung mit Notizen und Getränk – Financipation Club

Nicht perfekt. Nicht riesig. Aber immerhin: angefangen. Der perfekte Zeitpunkt? Den gibt es leider nicht. Wenn die Kurse steigen, denken wir: „Jetzt ist alles schon so teuer.“ Wenn die Kurse fallen, denken wir: „Oh Gott, jetzt bloß nicht.“ Wenn wir wenig verdienen, denken wir: „Dafür habe ich noch nicht genug.“ Wenn wir mehr verdienen, denken wir: „Jetzt habe ich gerade andere Ausgaben.“ Und wenn wir endlich Zeit haben, uns damit zu beschäftigen, ist es plötzlich schon wieder ein anderes Thema.

Unser Gehirn liebt den perfekten Zeitpunkt. Die Börse kennt ihn leider nicht. Deshalb: Fang klein an. Du musst nicht sofort 500 Euro im Monat investieren. Vielleicht sind es 50 Euro. Vielleicht 75. Vielleicht 100. Der erste Schritt ist nicht dazu da, reich zu werden. Er ist dazu da, aus „irgendwann“ ein „ich mache es jetzt“ zu machen. Denn dein zukünftiges Ich wird nicht darauf schauen, ob du damals den perfekten ETF gefunden hast. Es wird sich eher fragen: Warum habe ich nicht früher angefangen?

Deine kleine Challenge:

Überlege heute einmal ganz ehrlich: Was ist dein persönliches „Ich warte noch“? Und dann frag dich: Was wäre der kleinste Schritt, den ich trotzdem heute machen könnte? 50 Euro investieren. Ein Depot eröffnen. Den bestehenden Sparplan überprüfen. Oder einfach einmal herausfinden, wo dein Geld aktuell eigentlich liegt. Es muss nicht groß sein. Aber es sollte anfangen.

Denn manchmal sind die teuersten drei Wörter der Finanzwelt nicht „zu viel Geld“, sondern: „Ich warte noch.“

Übrigens: Auch beim „Wie“ muss man nicht allein entscheiden. Ein Blick auf unseren dynamischen Sparplan zeigt, wie wir gemeinsam dein Vermögen ausbauen können. Mit einem aktiven und dynamischen Ansatz, der langfristig nochmals einen besonderen Hebel hat. Also, „warte nicht – sprich uns an“!

Quelle: Onvista

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